Rezension

“Despektion” von Frank Lauenroth

Werbung / Rezensionsexemplar
Über das Buch:

 

Titel: Despektion

Autor: Frank Lauenroth

Verlag: Empire Verlag

Genre: Thriller

Seiten: 300

Einzelband

Erscheinungstermin: 26.06.20

Format: Taschenbuch

Preis: 10,49€

ISBN: 979-8656574730

Klappentext

Aussichtsplattform, Empire State Building, New York City:

Trevor öffnet die Urne.

Der Wind greift hinein und stürzt die feinen Aschepartikel seiner Mutter hinab in die Schluchten aus Stein und Glas, reißt sie wenige Meter von ihm entfernt nach oben und dann fort aus seinem Blick.

Seine Gedanken kreisen um ihre letzten Worte an ihn: „Du wirst es verstehen. Bald wirst du es verstehen …“

Trevor hatte seiner Mutter nie nahegestanden, doch diese Worte drangen in sein Innerstes. Er hätte in diesem Moment einen Schlussstrich ziehen und das anstehende Erbe ausschlagen können, doch wer würde 42 Millionen Dollar ablehnen? Es gibt nur eine einzige Klausel, eine Bedingung: Er muss Mitglied im ‘Simon Club’ werden. Noch ahnt er nicht, welch hohen Tribut dies von ihm fordern wird.

Ein Thriller, der seinem Titel mehr als gerecht wird. Despektion bedeutet nichts anderes als Verachtung.

Cover
Das Cover finde ich passt sehr gut zu einem Thriller, allerdings nicht so wirklich zur Geschichte.

 

Meine Meinung

Despektion ist die zweite Neuerscheinung aus dem Empire Verlag und ich möchte mich nochmal ganz lieb, für das Rezensionsexemplar bedanken. In der Geschichte geht es um Trevor, dessen Leben sich von einem auf den anderen Tag schlagartig ändert. Nachdem er eine große Summe Geld erbt, ahnt er noch nicht, an was für Bedingungen das Erbe geknüpft ist und in welche Gefahr er sich begibt, wenn er das Erbe annimmt. 

Der Einstieg in das Buch war erst etwas schwer, weil der Schreibstil doch etwas anspruchsvoller ist und man sich erstmal daran gewöhnen muss. Mit der Zeit kommt man aber gut rein und kann dem Verlauf der Geschichte gut folgen.

Ich muss leider sagen, dass ich von der Geschichte etwas ganz Anderes erwartet hatte, als ich gelesen habe. Ich bin davon ausgegangen, dass es sich um einen Thriller handelt, doch beim Lesen kamen mir da immer mehr die Zweifel. Erst nach der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Handlung sich jetzt langsam in die richtige Richtung entwickelt und damit ihrem Genre gerecht wird. Zuvor war das einfach nicht der Fall und die Geschichte driftet an sich etwas ab. Zuerst geht es um das Erbe und darauffolgend, wird eine lange Zeit die Krankheit des Protagonisten und deren Behandlung thematisiert. Leider steht diese jedoch eher weniger im Zusammenhang mit dem Erbe an sich. Erst zum Ende des Buches werden dann, die Bedingungen des Erbes und der damit verbundene Club wieder aufgegriffen. 

Wir haben in dieser Geschichte einen Protagonisten, der sich selbst als super attraktiv empfindet und der Meinung ist, dass er jede Frau bekommen kann. Leider wirkt sich das auch, auf seine Wahrnehmung der Frauen aus. So gut wie jede weibliche Figur, die auftaucht wird so beschrieben, dass sie unglaublich anzüglich, wohl geformt und gut bestückt ist. Bei der ein oder anderen, wackeln dann auch mal auffällig die Brüste auf und ab und Trevor schafft es gar nicht, die Reize der Frauen zu ignorieren. Mir ist bewusst, dass es Männer gibt, die genau so denken, aber für mich als Frau war Trevors Verhalten einfach nur widerwärtig und ich konnte absolut keine Bindung zu ihm aufbauen. 

Sein Gegenspieler und somit der Antagonist, ist leider auch nicht besser in seiner Ansicht. Er wird böse und kalt dargestellt und das kommt auch sehr gut rüber. Allerdings nutzt er rassistische und diskriminierende Äußerungen, die ich jetzt gar nicht namentlich nenne möchte. Meiner Meinung nach haben solche Äußerungen absolut nichts in einem Buch verloren, weil sie gegenüber anderen verletzend und angreifend sein können! Ich hätte es noch etwas verstehen können, wenn diese Äußerungen im Zusammenhang mit der Geschichte gestanden hätten. Zum Beispiel, dass es eine gute/starke Reaktion auf diese Beschimpfungen gibt oder, dass der Antagonist von Anfang an rassistisch dargestellt wird. Aber das ist überhaupt nicht der Fall und man hätte diese Worte einfach weglassen können. 

Nachdem ich den Verlag darauf aufmerksam gemacht habe gibt es jedoch gute Neuigkeiten. Der Verlag hat klargemacht, dass er die beiden Textpassagen ändert und das sowohl er, als auch der Autor sich von rassistischen und diskriminierenden Äußerungen distanzieren. Warum diese dann trotzdem im Buch stehen mussten ist mir immer noch nicht klar. Aber immerhin ist das ja schon mal eine super Reaktion, über die ich mich sehr gefreut habe. 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Handlung kaum einem roten Faden folgt, die Spannung viel zu kurz kommt und mir einfach die Momente gefehlt haben, in denen ich das Gefühl hatte einen Thriller zu lesen. Die zusätzlich anzüglichen Beschreibungen der Frauen und die diskriminierenden Ausdrücke sorgten bei mir dafür, dass ich im gesamten nur einen Stern vergebe. Wirklich sehr schade, denn ich hatte mich echt auf das Buch gefreut.

1/5
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